Mehr Arbeitsunfälle in der Land- und Forstwirtschaft

Eine stärkere Beachtung gesundheitlicher Risiken aufgrund des Klimawandels fordert das Europäische Netzwerk der Agrarsozialversicherungssysteme (ENASP). "Der Klimawandel führt zu mehr Arbeitsunfällen in der europäischen Land- und Forstwirtschaft", erklärten ENASP-Präsident Martin Empl und sein Vizepräsident Arnd Spahn in dieser Woche in Kassel. Ihren Angaben zufolge gehen hohe Temperaturen in den Sommermonaten mit einem wachsenden Risiko von Arbeitsunfällen einher, weil der körperliche und psychische Stress für die Beschäftigten zunehme.

"Wir verzeichnen eine steigende Zahl von schweren Unfällen in Europa, vor allem im Forst", teilte Spahn mit. Eine wesentliche Ursache sei die Beseitigung der von Trockenheit und Stürmen der vergangenen Monate und Jahre verursachten Waldschäden, die oft unter erheblichem Zeitdruck erfolge. Dieser Negativtrend habe trotz intensiver Prävention bislang nicht gestoppt werden können, räumte der Vorstandsvorsitzende der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) ein.

Der alternierende SVLFG-Vorsitzende Empl führt die Zunahme der Arbeitsunfälle in der Land- und Forstwirtschaft nicht zuletzt auf mehr Stress für die Beschäftigten zurück. Zwar hätten Landwirt- und Forstwirte schon immer mit Wetter- und Politikänderungen umgehen müssen. Selten zuvor sei der Druck auf die Beschäftigten jedoch so hoch gewesen wie in jüngster Zeit. Sowohl Empl als auch Spahn forderten gemeinsame Anstrengungen von Politik, Berufsstand und Sozialversicherungen, um den wachsenden Herausforderungen begegnen zu können. AgE


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