Diese Woche wieder zahlreiche Protestveranstaltungen geplant

Erneut hat die Initiative "Land schafft Verbindung - LsV" zu bundesweiten Protestveranstaltungen aufgerufen, um auf aktuelle Probleme des landwirtschaftlichen Berufsstandes aufmerksam zu machen. Nach Angaben des Orga-Teams wird am kommenden Donnerstag in Dessau vor dem Umweltbundesamt (UBA) die Hauptkundgebung stattfinden. Gleichzeitig seien aber auch in Dresden, Hamburg, Kiel, Bonn und weiteren Städten sowie im ländlichen Raum Aktionen geplant.

Im Fokus der Kritik steht weiterhin die angekündigte Novellierung der Düngeverordnung. Diese verstößt nach Ansicht von Land schafft Verbindung Deutschland nicht nur gegen die gute fachliche Praxis, sondern auch gegen die Vorschriften der EU-Nitratrichtlinie. Angeprangert werden irreführende Nitratwerte und eine Benachteiligung der deutschen Landwirte gegenüber den europäischen Mitbewerbern. Die Initiative fordert daher ein Moratorium der Düngeverordnung und eine gründliche Überprüfung der Nitratberichte.

Darüber hinaus verlangt das Bündnis von der Politik die Stärkung der heimischen Landwirtschaft sowie die Sicherung der heimischen Lebensmittelproduktion und Ernährungssouveränität. Die Initiative weist darauf hin, dass eine hohe Abhängigkeit von Lebensmittelimporten einerseits zu Lasten regionaler Produkte gehe. Andererseits sei das System krisenanfällig, was bei globalen Wirtschaftskrisen oder kritischen Situationen wie aktuell dem Coronavirus im schlimmsten Fall zur Unterbrechung von Lieferketten führen könne.

Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft sind laut LsV Deutschland verlässliche, zumutbare und langfristige Rahmenbedingungen sowie Planungssicherheit unumgänglich. Einen Weg dazu könnte nach Überzeugung der Initiative die Zukunftskommission Landwirtschaft weisen, an der Vertreter des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und der Initiative auf Anregung von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel seit Dezember gemeinsam arbeiten. LsV Deutschland will die bundesweiten Demonstrationen auch dazu nutzen, auf die Zukunftskommission aufmerksam zu machen und für die Umsetzung ihrer Empfehlungen zu werben. AgE


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