Verbände begrüßen Verlängerung der Einreiseregelung

In der Agrarbranche ist die Verlängerung der geltenden Einreiseregelung bis zum 15. Juni auf Zustimmung gestoßen. Der Gesamtverband der Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) begrüßte die Entscheidung der Bundesminister Julia Klöckner und Horst Seehofer. Eine Anschlussregelung sei dringend geboten, um Einreisen über den Mai hinaus sicherzustellen und den Betrieben hierfür Planungssicherheit zu geben, erklärte GLFA-Geschäftsführerin Nicole Spieß.

Die Tatsache, dass bislang erst ein Drittel der sonst um diese Zeit einreisenden Saisonkräfte nach Deutschland gekommen sei, wertet Spieß als Beleg für den anhaltenden Bedarf. "Richtig und wichtig" sei vor dem Hintergrund eines teilweise noch stärkeren Infektionsgeschehens im Ausland auch die Fortführung der Infektionsschutzmaßnahmen. Es gehe darum, sowohl Arbeitnehmer als auch die Funktionsfähigkeit der Betriebe zu schützen.

Ähnlich äußerte sich der Zentralverband Gartenbau (ZVG). "Für den Juni brauchen die Betriebe schnellstmöglich eine sichere und vertretbare Lösung, um Saisonarbeitskräften die Einreise zu ermöglichen", betonte ZVG-Präsident Jürgen Mertz. Die beschlossenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen seien dabei "unabdingbar" und müssten von den Betrieben "ohne Abweichung" eingehalten werden.

Die Vorsitzenden der Bundesfachgruppen Obst sowie Gemüse, Jens Stechmann und Christina Ufen, stellten klar, dass Gartenbau und Landwirtschaft mehr seien als Spargel- und Erdbeeranbau, die die aktuelle Diskussion zu Saisonarbeitskräften bestimmten. Ihrer Einschätzung nach hätte ein Engpass mit Frischware zudem Auswirkungen auf die weitere Verarbeitung wie zu Konserven oder zu Tiefkühlprodukten.

Die Hygieneregelungen stünden außer Frage, müssten aber auch an das Geschehen im Arbeitsablauf angepasst sein, so Stechmann und Ufen. Eine flächendeckende Lösung für die vielfältigen Tätigkeiten im Obst- und Gemüsebau könne nur in Absprache mit den zuständigen Behörden vor Ort gefunden werden. AgE


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