Dürre in einem Drittel des Landes amtlich bestätigt

Nachdem Praktiker in Polen schon lange über ausbleibende Niederschläge klagten, haben nun auch die zuständigen Fachleute die Trockenheit behördlich bestätigt. Das polnische Institut für Bodenkunde und Pflanzenbau (IUNG) verzeichnete im Zeitraum vom 21. März bis zum 20. Mai landesweit ein durchschnittliches Niederschlagsdefizit von 100 mm pro m2, wobei in manchen Regionen mitunter mehr als 160 mm/m2 fehlten. Auf einem Drittel des polnischen Staatsgebietes herrschte damit nach den amtlichen Vorgaben eine landwirtschaftliche Dürre.

Laut dem Institut war die Trockenheit in der westpolnischen Wojewodschaft Lebus in unmittelbarer Nähe zu Deutschland, aber auch im weiter östlich gelegenen Großpolen am stärksten ausgeprägt. Noch vergleichsweise gut mit Wasser versorgt waren dagegen die Böden in der Provinz Ermland-Masuren und in Teilen der südpolnischen Mittelgebirgslagen.

Nach Einschätzung der IUNG-Fachleute leiden vorrangig Sommersaaten unter der anhaltenden Trockenheit, allerdings sei auch bei Wintergetreide und regional bei Obst- und Gemüsebeständen mit Ertrags- und Qualitätsproblemen zu rechnen. Sollte sich die Dürre in den kommenden Wochen verfestigen, müssten Ertragseinbußen von rund 20 % im Vergleich zu den langjährigen Durchschnittswerten einkalkuliert werden. AgE


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