Bundesweite Aktionswoche in den Startlöchern

Die erste bundesweite Aktionswoche für Lebensmittelwertschöpfung steht in den Startlöchern. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium heute mitteilte, bietet die Aktion #deutschlandrettetlebensmittel ab morgen bis Dienstag kommender Woche eine Plattform für alle, die sich für eine Verringerung der Lebensmittelverschwendung und für mehr Lebensmittelwertschätzung engagieren möchten. Auf der Webseite www.deutschland-rettet-lebensmittel.de könnten sich Interessierte über die zahlreichen deutschlandweiten Aktionen informieren und sich online und vor Ort einbringen. Die Aktionen berücksichtigten alle Sektoren der Lebensmittelkette - von der Primärproduktion über die Verarbeitung, den Handel und die Außer-Haus-Verpflegung bis hin zu den privaten Haushalten.
"Lebensmittel wertschätzen statt wegwerfen - dafür wollen wir mit unserer Aktionswoche Bewusstsein schaffen. Denn während weltweit rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel im Müll landen, leiden 700 Millionen Menschen weiterhin Hunger", erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in Berlin. Lebensmittelverschwendung ist für die CDU-Politikerin "schlicht nicht vertretbar". Daher habe sich die Bundesregierung verpflichtet, die Verschwendung pro Kopf zu halbieren und Verluste entlang der gesamten Produktions- und Lieferkette zu verringern.

Das ebenfalls an der Aktionswoche beteiligte Thünen-Institut (TI) lenkte die Aufmerksamkeit auf den Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung, der am 29. September erstmals stattfindet. Der durch die Vereinten Nationen (UN) ausgerufene Tag gehe auf eine gemeinsame Anregung des argentinischen Agrarministeriums und des TI während eines internationalen Expertentreffens im Zuge der G20-Präsidentschaft von Argentinien zurück.

In Deutschland wandern laut einer Studie des Thünen-Institut von 2015 jährlich fast 12 Mio t Lebensmittel in den Müll. Mehr als die Hälfte davon wird in den Privathaushalten entsorgt. Auf die Landwirtschaft entfallen 11 % der Lebensmittelabfälle; die Verarbeitung und die Gastronomie sind für 17 % beziehungsweise 13 % verantwortlich. AgE


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