Waldeigentümer fordern faire Entlohnung für Klimaschutzleistungen

Eine faire Entlohnung der Klimaschutzleistungen des Waldes haben die "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) - Die Waldeigentümer" und die Familienbetriebe Land und Forst angemahnt. Die Bundesländer müssten jetzt den Weg zu einer Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes ebnen, fordern die Verbände im Vorfeld der Agrarministerkonferenz (AMK), bei der die Ländervertreter ab heute im saarländischen Weiskirchen über die Honorierung der Ökosystemleistungen des Waldes und die mögliche Einführung einer Waldklimaprämie beraten.
"Als größte CO2-Senke spielt die Forstwirtschaft in Sachen Klimaschutz eine unverzichtbare Rolle, die es jetzt entsprechend zu honorieren gilt", heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von AGDW-Präsident Hans-Georg von der Marwitz und dem Vorsitzenden der Familienbetriebe, Max von Elverfeldt. Ziel müsse ein klarer Beschluss der Bundesländer für eine gerechte Entlohnung der Klimaschutzleistungen der Wälder sein, der dann durch den Bund umgesetzt werde. Auch vor dem Hintergrund der gerade von der EU-Kommission noch einmal verschärften Klimaziele sei die CO2-Senke des Waldes ein unverzichtbarer Baustein im europäischen und deutschen Klimaschutz. "Ohne den Wald können wir unsere Klimaschutzziele nicht erreichen", unterstreichen von der Marwitz und von Elverfeldt.

Geht es nach dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), darf die aktuell diskutierte Waldklimaprämie nicht als reine Flächenprämie ausgestaltet werden. Der Wald diene nicht nur der Produktion von Holz, sondern erbringe weitere wertvolle Ökosystemleistungen, die bisher kaum finanziell honoriert würden, darunter die Bindung von Kohlenstoff, die Kühlung der Umgebung, die Produktion von Sauerstoff und die Filterung von Wasser. "Grundsätzlich unterstützen wir den Gedanken, Waldbesitzende für Leistungen zu entlohnen, die allen zugutekommen", erklärte NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. Die geplante Waldprämie müsse aber das Ziel haben, die Ökosystemstabilität der Wälder zu fördern. Eine Prämie ausschließlich auf der Basis des Holzzuwachses in Deutschland lehnt der NABU-Präsident deshalb ab. Die Fehler der Agrarförderung dürften sich im Wald nicht wiederholen. AgE


Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren
OK